Pflichten der Kreditnehmer

Beachten Sie stets die Rechte von Kreditnehmern.

Beachten Sie stets die Rechte von Kreditnehmern.

Verbraucher die einen Kredit aufnehmen, gehen einen verbindlichen Vertrag ein, der Kreditvertrag genannt wird. Aus diesem Vertrag ergeben sich zwangslĂ€ufig Rechte und Pflichten, die vonseiten des Kreditnehmers zu erfĂŒllen sind.

Damit Sie wissen, auf was Sie sich einlassen haben wir das Thema fĂŒr Sie verstĂ€ndlich aufbereitet.

 

Was im Kreditvertrag geregelt wird

Der Kreditvertrag regelt die Voraussetzungen, unter denen die Bank als Kreditgeber bereit ist, einen Kredit in einer bestimmten GrĂ¶ĂŸenordnung zu gewĂ€hren. Dazu werden im Vertrag aussagen zur Art des Kredites, zur Höhe der Kreditsumme, zur Laufzeit des Kredites und zu den zu zahlenden Zinsen und der zu stellenden Sicherheiten getroffen. Einen wirksamen Kreditvertrag können nur kreditfĂ€hige (geschĂ€ftsfĂ€hige) Personen abschließen. Alle Bestimmungen dazu sind fĂŒr private Verbraucher im BGB geregelt.

Der Kreditvertrag bedarf grundsĂ€tzlich der Schriftform. Wird ein Vertrag elektronisch geschlossen oder fernmĂŒndlich ist der nichtig aufgrund mangelnder Form. Dem Kreditnehmer muss vonseiten der Bank eine Zweitschrift oder Kopie des geschlossenen Vertrages ausgehĂ€ndigt werden.

Zwar ĂŒbernimmt der Kreditnehmer wegen der RĂŒckzahlungspflicht, die an erster Stelle der Pflichten steht, ĂŒberwiegend Pflichten aus dem Kreditvertrag. Aber er hat auch Rechte. Das ist zum Beispiel das Recht auf Auszahlung der Kreditsumme, wenn von seiner Seite die Voraussetzungen fĂŒr eine Auszahlung erfĂŒllt wurden. DarĂŒber hinaus haben Kreditnehmer das Recht, Sicherheiten, die sie im Zusammenhang mit der Kreditvergabe gestellt haben, wie zum Beispiel den Fahrzeugbrief bei einer Autofinanzierung nach RĂŒckzahlung des Kredites wieder ausgehĂ€ndigt zu bekommen.

Pflichten der Kreditnehmer

In erster Linie ist es die Pflicht der Kreditnehmer den Kreditbetrag und die anfallenden Zinsen zum vereinbarten Zahlungstermin zurĂŒckzuzahlen. DarĂŒber hinaus verpflichten sich Kreditnehmer gegenĂŒber der Bank, wĂ€hrend der Kreditlaufzeit auf Wunsch ihre wirtschaftlichen VerhĂ€ltnisse offenzulegen. Weitere Pflichten eines Kreditnehmers, die nicht direkt im Kreditvertrag benannt sind, stehen in den AGB, die jeweils Bestandteil des Vertrages sind. Von daher ist es wichtig, dass Kreditnehmer die AGB auch lesen und verinnerlichen.

Wesentliche Änderungen bei den wirtschaftlichen VerhĂ€ltnissen, die dazu fĂŒhren könnten, dass die RĂŒckzahlung des Kredites in Gefahr gerĂ€t, sind der Bank rechtzeitig anzuzeigen. Viele Banken sind bereit, bei möglichen Schwierigkeiten gemeinsam mit den Kreditnehmern nach Lösungen zu suchen, ohne gleich den Kredit zu kĂŒndigen. Hier sind die Kunden gefragt.

Rechte der Kreditnehmer – das Widerrufsrecht

Die neue Verbraucherkreditrichtlinie hat auch das Widerrufsrecht besser geregelt.
Kreditnehmer haben bei allen KreditvertrĂ€gen ein Widerrufsrecht, das sie innerhalb von 14 Tagen in Anspruch nehmen können. Tritt ein Kreditnehmer vom Kreditvertrag zurĂŒck, muss er keine GrĂŒnde angeben. Einige Banken rĂ€umen schon heute ihren Kunden ein verlĂ€ngertes Widerrufsrecht ein.

Moralische Pflichten der Kreditnehmer

Als Kreditnehmer gibt es gesetzliche Pflichten und Pflichten, die sich aus einem geschlossenen Kreditvertrag, die einzuhalten sind. DarĂŒber hinaus sind aber auch moralische Aspekte zu erwĂ€hnen.

So ist es zum Beispiel moralisch verwerflich, wenn versucht wird, die Bank zu hintergehen, indem bereits bestehende Verpflichtungen nicht angegeben werden oder von vornherein falsche Daten an die Bank ĂŒbermittelt werden, um einen Kredit zu erschleichen. Die im Kreditantrag gemachten Angaben mĂŒssen der Wahrheit entsprechen. Moralische verwerflich ist es auch, wenn Verbraucher sich einen Kredit erschleichen, obwohl sie nicht die Absicht haben, diesen Kredit zurĂŒckzuzahlen.