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Mitantragsteller – Erklärung, Probleme und Lösungen | 10/2020

Wie genau funktioniert ein Kredit mit Mitantragsteller? Was ist der Unterschied zwischen einem Mitantragsteller und einem Bürgen? Welche Voraussetzungen muss der Mitantragsteller erfüllen? Gibt es rechtliche Fallstricke? Und wie läuft der Antrag ab? Diese und weitere Fragen beantworten wir hier.

Wenn Sie Ihren Kredit mit einem zweiten Mitantragsteller beantragen, sind Ihre Chancen besser. Sie erhalten mit einer größeren Wahrscheinlichkeit Kredit. Auch die Konditionen können deutlich günstiger ausfallen.

Sie erfahren in diesem Beitrag, wann sich ein Kredit mit Mitantragsteller lohnt und wann Sie besser davon absehen. Erfahren Sie außerdem, wie Verpflichtungen aus einem zu zweit aufgenommen Kredit intern rechtssicher aufgeteilt werden können.

Um Bürgschaften geht es an dieser Stelle nicht. Wir erklären lediglich den Unterschied zwischen einem Mitantragsteller und einem Bürgen. Über Bürgschaften haben wir einen speziellen Ratgeber verfasst.

Was ist ein Mitantragsteller? Eine Definition

Ein Mitantragsteller ist ein zweiter Kreditnehmer. Grundsätzlich können Sie einen Kredit allein beantragen. Dann unterschreiben Sie den Darlehensvertrag allein. Sie können jedoch eine zweite Person mit ins Boot holen. Dann beantragen Sie das Darlehen zu zweit. Der Mitantragsteller ist typischerweise der Kreditnehmer mit dem geringeren Einkommen.

Ein Mitantragsteller haftet genauso wie der erste Kreditnehmer vollumfänglich für die Rückzahlung des Kredits. Die Bank kann sich im Zweifel aussuchen, auf wen sie zurückgreifen möchte. Beide Kreditnehmer haften gesamtschuldnerisch für den  Darlehensvertrag und alle daraus resultierenden Kosten.

Aus Sicht der Bank ist ein Kredit mit Mitantragsteller somit sicherer. Das Ausfallrisiko ist geringer. Deshalb zeigen sich Banken bei der Kreditvergabe offener und bieten häufig auch günstigere Konditionen an. Wenn Sie zum Beispiel selbstständig tätig sind, erhöht sich Ihre Chance auf einen Kredit deutlich, wenn Sie das Darlehen mit einem festangestellten Mitantragsteller beantragen.

Ein Mitantragsteller ist kein Bürge. Der Mitantragsteller besitzt die gleichen Rechte und Pflichten aus dem Darlehensvertrag wie der erste Kreditnehmer. Ein Bürge ist dagegen eine dritte Person, die für die Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag haftet. Der Bürge besitzt jedoch nicht die Rechte eines Kreditnehmers.

Wer kann Mitantragsteller sein? Wer nicht?

Ein Mitantragsteller sollte selbst eine gewisse Kreditwürdigkeit an den Tag legen. Notwendig sind eine einwandfreie Schufa Auskunft und ein regelmäßiges Einkommen. Ein Mitantragsteller ganz ohne Bonität (zum Beispiel negative Schufa Auskünfte, Hartz IV Bezug) hilft bei der Kreditvergabe wenig.

Ein Verwandtschaftsverhältnis zwischen Ihnen und dem Mitantragsteller ist nicht erforderlich. Viele Banken verlangen allerdings, dass der Mitantragsteller im selben Haushalt lebt. Aus rechtlichen Gründen sollte der zweite Antragsteller ein eigenes Interesse am Kredit besitzen. Vor allem die Kombination aus nicht vorhandenem eigenen Interesse und einer wirtschaftlichen Überforderung des Mitantragstellers kann im Nachgang zu rechtlichen Problemen führen.

Gibt es Voraussetzungen für Mitantragsteller?

Der Mitantragsteller sollte ein regelmäßiges Einkommen vorweisen können – im Idealfall aus nichtselbständiger Tätigkeit. Auch Gewerbetreibende und Freiberufler können jedoch als Mitantragsteller auftreten.

Dann muss das Einkommen anhand von Steuerbescheiden, betriebswirtschaftlichen Auswertungen etc. nachgewiesen werden. Akzeptiert die Bank Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit beim ersten Kreditnehmer nicht, kann ein selbstständiger Mitantragsteller dennoch einen Vorteil bieten. Zwingend ist dies jedoch nicht.

Einige Banken zählen ausschließlich Einkommen aus nichtselbständiger Tätigkeit.

Mindestens ein Antragsteller sollte alle Kriterien erfüllen

Grundsätzlich sind dieselben Annahmekriterien wichtig wie beim ersten Antragsteller. Mindestens einer der beiden Antragsteller sollte alle Kriterien erfüllen:

  • Volljährigkeit
  • Handeln auf eigene Rechnung
  • Wohnsitz in Deutschland
  • Bankverbindung in Deutschland
  • Unbefristetes Anstellungsverhältnis außerhalb der Probezeit
  • Keine negativen Schufa Einträge

Wichtig: Der Mitantragsteller muss nicht zwingend besonders viel verdienen. Banken rechnen bei einem zu zweit beantragten Kredit häufig mit dem Gesamteinkommen. Dann werden häufig auch Nebenjobs etc. berücksichtigt.

Auch wenn Banken die Hürden für Mitantragsteller sehr niedrig ansetzen: Die Rechtsprechung sieht es mitunter anders. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) muss ein echter Mitdarlehensnehmer ein eigenes (sachliches oder persönliches) Interesse an der Kreditaufnahme haben.

Außerdem muss ein echter Mitantragsteller ein im  Wesentlichen gleichberechtigter Partner des ersten Antragstellers sein.

Der Mitantragsteller muss über die Auszahlung und die Verwendung der Kreditsumme mitentscheiden dürfen (BGHZ 146, 37, 41; siehe auch Senatsurteil vom 6. Oktober 1998 – XI ZR 244/97, WM 1998, 2366 f.)

Aus Sicht der Rechtsprechung spielt es keine Rolle, ob eine Person im Darlehensvertrag als Mitantragsteller etc. tituliert wird. Sind bestimmte Voraussetzungen nicht erfüllt, hat der Mitantragsteller aus Sicht des BGH lediglich die Mithaftung übernommen.

Wer also einen Darlehensvertrag nur aus Gefälligkeit einer anderen Person gegenüber unterschreibt, ist möglicherweise nicht wirklich ein Mitantragsteller. Relevant ist diese Unterscheidung nur, wenn es zu gerichtlichen Auseinandersetzungen kommt.

Was ist der Unterschied zwischen Mitantragsteller und Bürge?

Ein Mitantragsteller ist genauso wie der erste Kreditnehmer Vertragspartner der Bank. Er besitzt alle Rechte und Pflichten aus dem Darlehensvertrag. Ein Bürge dagegen ist eine dritte Person, die einen Vertrag gemäß § 765 BGB mit einer Bank (oder einem anderen Gläubiger) schließt. Der Bürge verpflichtet sich mit diesem Vertrag, für die Verbindlichkeiten eines Schuldners zu haften.

Bürgschaften sind im standardisierten Kreditgeschäft selten geworden. Die meisten Banken setzen auf Mitantragsteller.

Was ist der Bank lieber? Bürge oder Mitantragsteller?

Die bevorzugte Ordnung eines zweiten Kreditnehmers gegenüber einem Bürgen hat rechtliche Gründe. Im Kern geht es um die Sittenwidrigkeit der Mithaftung. Bürgschaften werden vor Gericht häufiger als sittenwidrig eingestuft.

Ursächlich sind dann die Grundsätze zur Sittenwidrigkeit der Mithaftung. Ein Mitantragsteller kann sich auf diese Grundsätze nicht bzw. in viel geringerem Umfang berufen.

Handelt es sich um einen echten Mitantragsteller, ist eine Annullierung der Haftung aufgrund von Sittenwidrigkeit sehr unwahrscheinlich.

Das Problem der sittenwidrigen Mithaftung bei Krediten

In der Praxis kommt es allerdings darauf an, ob ein Mitantragsteller ein tatsächlicher  Mitdarlehensnehmer war oder lediglich die Haftung übernommen hat.

In letzterem Fall hat er ohne eigenes sachliches oder persönliches Interesse an dem Kredit unterschrieben. Typisch für unechte Mitdarlehensnehmer ist auch das Fehlen einer Mitbestimmung über die Verwendung.

Zuletzt hat sich der Bundesgerichtshof (BGH) im November 2016 (XI ZR 32/16 vom 15.11.2016) zur Frage der Sittenwidrigkeit der Mithaftung in Darlehensverträgen geäußert. Die Richter stellten abermals klar: Nicht jeder, der im Darlehensvertrag als Kreditnehmer bezeichnet wird, ist auch als solcher zu behandeln. Auf den Wortlaut im Vertrag kommt es nicht an.

Ob eine eigene Darlehensschuld oder lediglich eine Mithaftung vorliegt, hängt vom Einzelfall ab. Ein echter Mitantragsteller ist gleichberechtigter Vertragspartner neben dem ersten Darlehensnehmer. Der Mitantragsteller besitzt einen Anspruch auf die Auszahlung des Kredits und kann über dessen Verwendung mitentscheiden.

Bei Immobilienkrediten gibt es dafür klare Anhaltspunkte. Ein Beispiel: Ein zweiter Mitantragsteller hat den Darlehensvertrag unterschrieben, ist jedoch nicht im Grundbuch eingetragen. Hier sieht die Rechtsprechung kein persönliches/sachliches Interesse des Mitantragstellers. Dieser ist lediglich Mithaftender.

Entlassung aus der Mithaftung ist möglich

Ist dies der Fall, prüft die Rechtsprechung ob die Mithaftung sittenwidrig sein könnte. Davon ist regelmäßig auszugehen, wenn der Mithaftende mit dem aufgenommenen Kredit von Beginn an in erheblichem Maße überfordert war.

Die Rechtsprechung geht dann davon aus, dass die Mithaftung aus emotionaler Verbundenheit zum ersten Kreditnehmer eingegangen wurde. Dass die Bank dies ausnutzt, ist nach Ansicht der Rechtsprechung sittenwidrig.

Wann ist ein Mithaftender mit einem Kredit finanziell überfordert? Dies ist nach gängiger Rechtsprechung wahrscheinlich der Fall, wenn der Mithaftende zu Beginn des Kredits die Zinsen des Darlehens nicht aus seinem eigenen Einkommen bestreiten kann.

In der Praxis betrifft dies zum Beispiel Ehepartner, die selbst gar nicht oder nur geringfügig beschäftigt sind und den Darlehensvertrag mit unterschreiben. Diese können im Wege einer gerichtlichen Auseinandersetzung die Haftungsentlassung aus dem Vertrag beantragen.

Vorteile und Nachteile Mitantragsteller für den Kunden

Vorteile

  • Niedrigerer Zinssatz
  • Höhere Kreditbeträge möglich
  • Chance auf Zusage steigt durch höheres Gesamteinkommen

Nachteile

  • Der Kredit geht womöglich über die eigene Belastungsgrenze hinaus
  • Vielleicht rechnet der Mitantragsteller nicht damit, zahlen zu müssen
  • Eine Belastung der persönlichen Beziehung ist denkbar
  • Vor allem nach einer Trennung kann es zu Streitigkeiten kommen
  • Gerät der erste Kreditnehmer in Zahlungsschwierigkeiten, erfährt der Mitantragsteller davon

Vorteile und Nachteile für den Mitantragsteller

Vorteile

  • Der Mitantragsteller kann sich an einem gemeinsamen Kreditvorhaben beteiligen
  • Durch die Beteiligung besteht ein Mitspracherecht
  • Der Mitantragsteller darf über die Verwendung des Kredits mitentscheiden
  • Im Vergleich zu einem Bürgen besitzen Mitantragsteller deutlich mehr Rechte

Nachteile

  • Der Mitantragsteller haftet vollumfänglich für die Rückzahlung des Kredits
  • Die Haftung gilt auch für den Fall eines Zahlungsausfalls durch den ersten Kreditnehmers
  • Im Vergleich zu einem Bürgen ist es schwieriger, durch Verweis auf § 138 BGB aus der Haftung entlassen zu werden

Vorteile und Nachteile Mitantragsteller für die Bank

Vorteile

  • Der Mitantragsteller haftet zusätzlich für die Rückzahlung des Kredits
  • Es haften zwei Einkommen
  • Die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls verringert sich

Nachteile

  • Im Vergleich zu einem einzigen Antragsteller gibt es keine echten Nachteile für die Bank
  • Ist der Mitantragsteller der Sache nach nur Mithaftender, kommt eine Entlassung aus der Haftung nach einem Gerichtsverfahren in Betracht

Welche Kredite sind mit einem Mitantragsteller möglich?

Mit einem Mitantragsteller können Sie grundsätzlich alle Kredite beantragen, die es am Markt gibt. Dies betrifft einfache Ratenkredite genauso wie Autokredite und Point-of-Sale-Kredite. Auch Immobilienfinanzierungen sind mit einem Mitantragsteller möglich (und sogar die Regel).

Einschränkungen gibt es bei Krediten, die flexibel über speziell eingerichtete Konten eingerichtet werden. Dazu gehören zum Beispiel revolvierende Kreditkarten, Rahmenkredite und Dispositionskredite. Diese Kredite können nur gemeinschaftlich aufgenommen werden, wenn es sich um ein Gemeinschaftskonto handelt.

Selbstauskunft für Mitantragsteller

Die meisten Banken fragen relativ früh im Antrag, ob Sie einen Kredit zusammen mit einem Mitantragsteller beantragen möchten. Dieser wird dann in den regulären Antragsablauf eingebunden.

Der Mitantragsteller hinterlässt seine persönlichen Daten sowie Kontaktdaten und macht Angaben zu Einkommen und Ausgaben. Außerdem akzeptiert der Mitantragsteller eine Schufa Klausel.

Notwendig sind darüber hinaus die vorgeschriebene Identitätsprüfung mittels Videoident oder Postident Verfahren sowie gegebenenfalls Einkommensnachweise.

Wo bekomme ich einen Kredit ohne Mitantragsteller?

Kredite ohne Mitantragsteller sind vor allem bei Verbraucherdarlehen die Regel. Grundsätzlich können Sie jeden Kredit bei jeder Bank ohne Mitantragsteller aufnehmen. Voraussetzung ist, dass Sie die Annahmekriterien erfüllen.

Dazu muss in erster Linie Ihr Einkommen zur Kreditsumme und der monatlichen Kreditbelastung passen. Außerdem sollten Sie eine einwandfreie Schufa vorweisen können. Ein Mitantragsteller dient nicht zuletzt dazu, eigene, kleinere Defizite bei den Annahmekriterien durch die Zunahme einer zweiten Person auszugleichen.

Bestehen solche Defizite nicht, benötigen Sie auch keinen Mitantragsteller.

Als (Ehe)-Partner gemeinsam einen Kredit aufnehmen

Nehmen Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner gemeinsam einen Kredit auf, gibt es einige Besonderheiten.

Verheiratete Partner können ungeachtet der Ehe eigenständig Kredite aufnehmen. Lesen Sie hierzu unseren Ratgeber Kredit ohne Ehepartner.

Dies gilt auch, wenn das Darlehen zum Beispiel zur Ausstattung einer gemeinsamen Wohnung dient. Nach einer Scheidung haftet im Fall einer Zugewinngemeinschaft jedoch nur der Partner, der den Kredit formal unterschrieben hat.

Es gibt jedoch Möglichkeiten, einen internen Ausgleich zwischen Ehepartnern für den Fall einer Scheidung vertraglich zu vereinbaren.

Haben Ehepartner einen Kredit gemeinsam aufgenommen, gilt auch nach der Scheidung die gemeinsame Haftung. Die Bank kann sich bei Zahlungsverzug an denjenigen Ehepartner werden, von dem Sie eine Erfüllung der Verpflichtungen am ehesten erwartet.

Mit einem Partnerschaftsvertrag können Ehepartner klären, wer in welchem Maße für die Rückzahlung zuständig ist. Dabei spielt es im Innenverhältnis keine Rolle, ob der Kreditvertrag durch einen oder durch  beide Partner unterzeichnet wurde.

Der Partnerschaftsvertrag sollte die Höhe der Verpflichtungen, die monatlichen Raten sowie deren Aufteilung auf Zins und Tilgung festlegen. Im Idealfall wird der Vertrag im Beisein eines Notars aufgesetzt.

Unterschreibt der Ehepartner den Darlehensvertrag als Mitantragsteller, fallen die Zinsen vielleicht günstiger aus. Auch die Chance auf einen Kredit steigt – hier unterscheiden sich die Vorteile nicht von denen nicht verheirateter Antragsteller.

Der größte Nachteil besteht in möglichen Streitigkeiten im Fall einer Trennung bzw. Scheidung. Diese können durch einen klar formulierten Partnerschaftsvertrag jedoch vermieden werden.

Zusammenfassung und Fazit

Ein Mitantragsteller erleichtert die Kreditvergabe. Die Chancen auf einen Kredit sind größer als im Alleingang. Auch die Zinsen können günstiger ausfallen. Schließlich stellt auch der Mitantragsteller sein Einkommen zur Verfügung.

Mitantragsteller sollten sich bewusst sein, dass sie in vollem Umfang für die Rückzahlung des Darlehens haften. Die Haftung erfolgt gesamtschuldnerisch mit dem ersten Kreditnehmer – zahlt einer der beiden Darlehensnehmer nicht, steht der andere voll in der Pflicht.

Mitantragsteller müssen nicht mit dem ersten Kreditnehmer verwandt sein. Viele Banken verlangen allerdings einen gemeinsamen Haushalt. Für Banken sind Mitantragsteller grundsätzlich ein Vorteil.

Allerdings müssen auch die Institute einige Details beachten. Unterschreibt ein Mitdarlehensnehmer den Kredit nur aus Gefälligkeit, kann die Mithaftung sittenwidrig sein.

Häufige Fragen – FAQ

Zum Thema Mitantragsteller erreichen uns immer wieder Fragen unserer Leser. Die wichtigsten Fragen haben wir zentral zusammengefasst und beantwortet.

Was ist ein Mitantragsteller?

Ein Mitantragsteller ist ein zweiter Kreditnehmer. Mit diesem beantragen Sie den Kredit bei einer Bank gemeinsam.
Der Mitantragsteller unterschreibt den Darlehensvertrag und besitzt dieselben Rechte und Pflichten wie Sie. Gegenüber der Bank haftet der Mitantragsteller mit Ihnen gemeinsam gesamtschuldnerisch für die Rückzahlung des Kredits.

Was ist ein Bürge?

Ein Bürge erklärt vertraglich gegenüber einem Gläubiger, für die Rückzahlung von Verbindlichkeiten einer dritten Person einzustehen. Der Bürge ist selbst nicht Kreditnehmer.

Wo bekomme ich einen Kredit ohne Mitantragsteller?

Kredite ohne Mitantragsteller sind die Regel. Diese Kredite erhalten Sie bei grundsätzlich jeder Bank und jedem Vermittler. Nutzen Sie dafür unseren Kreditvergleich von über 60 Anbietern.

Ist ein Kredit für Arbeitslose ohne Mitantragsteller möglich?

In der Regel nicht, da das Einkommen nicht ausreicht. In Einzelfällen kann ein kleinerer Kreditbetrag bei kurzer Laufzeit möglich sein. Voraussetzung ist, dass das ALG I ausreichend hoch ist.

Ist ein Kredit für Azubis ohne Mitantragsteller möglich?

Bei einzelnen Banken ist dies möglich. Voraussetzung ist, dass die Ausbildungsvergütung für die monatlichen Raten ausreicht und die Kreditlaufzeit innerhalb des Ausbildungsverhältnisses endet.

Ist ein Kredit für Studenten ohne Mitantragsteller möglich?

In der Regel nicht, da das Einkommen nicht ausreicht.

Wer ist erster und wer zweiter Antragsteller?

Der erste Antragsteller ist in der Regel derjenige mit dem höheren Gehalt. Das Konto zur Auszahlung des Kredits und zum Einzug der monatlichen Raten ist typischerweise ein Konto des ersten Antragstellers.

Sind die Zinsen mit einem Mitantragsteller günstiger?

Dies ist sehr häufig der Fall. Aus Sicht der Bank sinkt die Ausfallwahrscheinlichkeit bei einem zu zweit beantragten Kredit. Dies führt bei bonitätsabhängiger Verzinsung zu günstigeren Konditionen.

Muss ich mit dem Mitantragsteller verwandt sein?

Nein. Viele Banken verlangen allerdings einen gemeinsamen Haushalt.

Pascal Mayer

Pascal Mayer

Jahrgang 1982

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Pascal Mayer ist 1982er Baujahr und lebt in Süddeutschland. Pascal schrieb und schreibt für eine Vielzahl von Anbietern und Vergleichsportalen mit Bezug zum Thema Kredit. Dazu gehören etwa die Volkswagen Bank, Creditolo (Kreditvermittler) und FinCompare (FinTech).
Auch für andere Vergleichs- und Finanzportale war Pascal bereits aktiv. Dazu gehören z. B. BankLupe.de (ein Projekt der ING-DiBa), Digitalkredit.de, Erfahrungen.com, Finanzen.net und Testberichte.de.
Vor seiner Zeit als Finanzautor war Pascal bei verschiedenen Unternehmen der Branche aktiv – darunter z. B. bei der DAB Bank.
Pascal Mayer schreibt für uns unter einem Pseudonym.