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Blitzblank in den Frühling: Der Frühjahrsputz für Ihr Auto – 13 Schritte

Die Wintermonate setzen auch Ihrem Auto zu und mit dem anbrechenden Frühling hat es sich mehr verdient, als nur die Sommerreifen aufgezogen zu bekommen. Deswegen sollten Sie beim Frühjahrsputz Ihr Fahrzeug nicht vernachlässigen und es ordentlich pflegen.

Sobald die Tage wärmer werden, beginnt für viele Menschen die Zeit des Frühjahrsputzes. Die Wohnung wird ausgemistet, die Fenster werden wieder auf Vordermann gebracht und manchmal sogar bei der Stadtreinigung geholfen. Das Auto wird bisweilen vergessen, dabei wäre die Pflege gerade jetzt besonders wichtig.

Viele Gründe für den Auto-Frühjahrsputz

Natürlich ist es sinnvoll, das Auto ganzjährig zu pflegen und regelmäßig durch die Waschstraße zu fahren. Doch spätestens im Frühjahr wird es Zeit für eine grundlegende Reinigung, denn der Winter hat im und am Auto seine Spuren hinterlassen.

Einerseits könnte noch Streusalz am Lack, den Dichtungen und anderen Autoteilen hängen. Es greift diese Materialien an und führt irgendwann zu Schäden, die sich nicht mehr beheben lassen. Deshalb sollten Streusalzreste rechtzeitig und gründlich entfernt werden. Andererseits hat der Lack im Winter auch durch Rollsplitt gelitten. Eventuell muss er an der einen oder anderen Stelle ausgebessert werden.

Ein anderes Überbleibsel aus dem Winter kann Feuchtigkeit im Wageninneren sein. Die Folgen reichen von beschlagenen Scheiben bis hin zu Schimmelbildung, zum Beispiel unter den Fußmatten.

Ein Frühjahrsputz für das Auto ist demnach wichtig, um langfristige Schäden und dadurch unnötige Kosten für Reparaturen zu verhindern. Gleichzeitig dient das Pflegeprogramm auch dem Werterhalt, falls Sie das Auto irgendwann wiederverkaufen wollen. In jedem Fall ist eine gründliche Frühjahrspflege nicht nur für die Optik Ihres Fahrzeugs gut – es geht letztendlich auch um Ihr Geld.

Schritt 1: Den richtigen Zeitpunkt finden

Zuerst stellt sich die Frage, wann der richtige Zeitpunkt für den Frühjahrsputz gekommen ist. Viele Menschen nutzen dafür die Gelegenheit, wenn sie ohnehin die Sommerreifen aufziehen. Als Faustregel gilt dabei „von O bis O“ – sprich von Oktober bis Ostern.

Um die Osterfeiertage herum haben viele Menschen auch ausreichend Zeit für die Autopflege, allerdings sollte das Wetter mitspielen. Selbst an Ostern kann es im ungünstigsten Fall noch zu Schneefällen kommen – unter Umständen bringen die Eisheiligen sogar noch im Mai winterliche Verhältnisse mit sich. Ein Blick auf die Wettervorhersagen schadet daher nicht, wenn Sie mit dem Frühjahrputz für Ihr Auto starten wollen.

Schritt 2: Reifen wechseln
Schritt 2: Reifen wechseln

Schritt 2: Die Reifen wechseln

Bei vielen Autohaltern dürfte die erste gründliche Autopflege des Jahres vermutlich direkt mit dem Reifenwechsel zusammenfallen. Damit ist gleichzeitig eine Bestandsaufnahme verbunden:

  • Haben die Sommerreifen noch die notwendige Profiltiefe?
  • Weisen die Reifen irgendwelche Beschädigungen auf, die beim Winterwechsel nicht aufgefallen sind?

Bei Bedarf können Sie die Reifen oder Felgen noch einmal reinigen, spätestens dabei sollten Schäden auffallen. Nach dem Aufziehen der Sommerreifen müssen Sie den Reifendruck überprüfen und höchstwahrscheinlich nach den Herstellerangaben korrigieren. Das schont nicht nur den Verschleiß der Reifen, sondern trägt auch zu einem geringeren Spritverbrauch bei und hilft so, die Kosten rund ums Auto niedrig zu halten.

Vergessen Sie nach dem Reifenwechsel nicht, die Winterreifen gründlich zu reinigen. Zuerst lösen Sie dafür Streusalz und andere Verschmutzungen von den Felgen. Anschließend können Sie groben Schmutz aus den Reifen lösen und die Profiltiefe kontrollieren. Können Sie die Winterreifen in der kommenden Saison wiederverwenden, sollten diese vor dem Einlagern vollständig trocknen.

Grundreinigung von Außen
Grundreinigung von Außen

Schritt 3: Grundreinigung von außen

Im nächsten Schritt gilt es, die Außenseite des Autos vollständig zu reinigen. Diese hat im Winter am meisten gelitten. Die Reinigung kann von Hand oder in einer Waschstraße vorgenommen werden. Wichtig ist nur, dass alle Überreste von Schmutz, Streusalz etc. möglichst restlos entfernt werden.

Von einer eigenhändigen Unterboden- oder Motorwäsche raten Experten übrigens ab. Zwar ist die Reinigung von Unterboden sowie Motor nach dem Winter sinnvoll, allerdings kann sie dort auch Schäden anrichten. Lassen Sie diese daher von einem Profi vornehmen.

Schritt 4: Lack und Scheiben kontrollieren

Während oder nach der Reinigung kontrollieren Sie den Lack, die Scheiben sowie alle von außen sichtbaren Bauteile des Autos auf Beschädigungen. Oft handelt es sich dabei nur um kleine Steinschläge oder Kratzer. Dennoch sollten Sie diese schnellstmöglich ausbessern.

Ansonsten können Lackschäden zu rosten beginnen oder Scheiben einreißen. Haben Sie einen Schaden gefunden, informieren Sie sich daher, ob und wie Sie diesen selbst beheben können. Andernfalls gilt es, auch hierfür einen Profi aufzusuchen. Eventuell werden die Kosten von der Versicherung übernommen.

Schritt 5: Feuchtigkeit loswerden

Nachdem Sie das Auto von außen auf Hochglanz gebracht haben, geht es an den Innenraum. Ein erster sinnvoller Schritt ist es, die Feuchtigkeit aus dem Auto zu bekommen. Entfernen Sie dafür alle beweglichen sowie nassen Gegenstände aus dem Auto. Häufig handelt es sich dabei zum Beispiel um die Fußmatten.

Wer spezielle Winterfußmatten aus Gummi nutzt, kann diese nun abwaschen und gegen jene für die warme Jahreszeit austauschen. Bleiben die normalen Fußmatten ganzjährig im Gebrauch, sind sie nach dem Winter oft nass und schmutzig. Ein Mattenreiniger, wie er in vielen Waschstraßen zur Verfügung steht, schafft hier Abhilfe. Lassen Sie die Matten vollständig trocknen, bevor sie wieder an ihren Platz kommen.

Wenn Sie nasse Flecken an „unbeweglichen“ Stellen finden, zum Beispiel auf dem Boden oder auf den Polstern, legen Sie diese mit Zeitungspapier aus. Ein weiterer Tipp: Alte Socken mit Katzentstreu befüllen und in die Nähe der feuchten Stellen legen. Das Streu nimmt die Feuchtigkeit auf und beschleunigt dadurch die Trocknung. Auch ein Föhn kann helfen. Solange sich noch Feuchtigkeit im Inneren des Autos befindet, ist ausreichendes Lüften angesagt.

Schritt 6: Aufräumen und ausmisten

In vielen Autos herrscht Unordnung, nicht selten sammelt sich auch Müll im Wageninneren an. Damit Sie für Schritt 7 freie Bahn haben, sollten Sie ohnehin alle beweglichen Gegenstände aus dem Auto entfernen. Dabei können Sie im Einzelfall entscheiden, was Sie überhaupt noch behalten wollen und was Sie entsorgen können.

Das ist zugleich eine optimale Gelegenheit, um den Verbandskasten auf Vollständigkeit sowie sein Ablaufdatum zu prüfen. Ebenso sehen Sie dabei auf den ersten Blick, ob Sie ein Warndreieck und mindestens eine Warnweste im Auto haben. Auch diese sind gesetzlich vorgeschrieben. Sinnvoll ist außerdem eine Grundausstattung mit Pannenzubehör, zum Beispiel:

  • Abschleppseil
  • Ersatzrad
  • Werkzeug
  • Motoröl
  • Starthilfeset

Zuletzt benötigen Sie noch Dinge, die sich im Alltag als nützlich erweisen, zum Beispiel eine Parkscheibe, eine Sonnenbrille, einen Schwamm, eine Decke oder für den Winter ein Eiskratzer. Am besten legen Sie sich eine Liste an und haken diese Punkt für Punkt ab.

Innenraum staubsaugen
Innenraum staubsaugen

Schritt 7: Innenraum staubsaugen

Bevor Sie Notwendiges und Nützliches wieder einräumen, sollten Sie aber den Innenraum grundreinigen. Schließlich ist das einfacher, wenn keine Gegenstände herumliegen. Nachdem der Innenraum getrocknet und leergeräumt ist, kann er erst einmal staubgesaugt werden.

Dadurch lässt sich grober und loser Schmutz entfernen, zum Beispiel auf dem Boden liegender Rollsplitt. Wichtig ist, dass Sie hierbei auch die Polster mit einem speziellen Staubsaugeraufsatz reinigen und die Kopfstützen nicht vergessen. Staubsaugen Sie anschließend noch den Kofferraum.

Schritt 8: Polster bei Bedarf reinigen

Manchmal sehen die Polster nach dem Staubsaugen aus wie neu. Manchmal braucht es aber ein bisschen mehr Einsatz, damit die Sitze wieder richtig sauber sind.

Mit einem speziellen Polsterreiniger ist das vergleichsweise leicht zu bewerkstelligen. Die meisten Mittel werden einfach aufgesprüht. Nach einer Einwirkzeit haben sie den Schmutz nach außen transportiert und Sie können die Verunreinigungen mit einem Tuch abwischen oder einfach mit dem Staubsauger entfernen.

Achtung: Wenden Sie den Polsterreiniger nur auf einer bestimmten Stelle an, können dadurch neue Flecken entstehen. Behandeln Sie daher immer das gesamte Polster, um ein einheitliches Ergebnis zu erhalten.

Schritt 9: Kunststoffflächen putzen

Im Anschluss widmen Sie sich den Kunststoffflächen Ihres Autos. Auch hierfür stehen Ihnen Spezialreiniger zur Verfügung. Diese entfernen Staub sowie Verschmutzungen und sorgen zugleich für einen nagelneuen Glanz.

Schritt 10: Scheiben und Scheibenwischern widmen

Von außen haben Sie die Scheiben bereits gereinigt. Nun gilt es, diese auch von innen zu putzen. Achten Sie darauf, dass die Scheiben danach wirklich frei von Schlieren und Feuchtigkeit sind. Solange die Temperaturen über Nacht noch stark sinken, müssen Sie sich ansonsten morgens mit großer Wahrscheinlichkeit und Regelmäßigkeit mit kondensierter Luftfeuchtigkeit auseinandersetzen.

Kontrollieren Sie spätestens in diesem Schritt die Scheibenwischer, denn die Gummis der Wischblätter werden durch die Kälte im Winter oft rissig. Sie funktionieren dadurch nicht mehr richtig und hinterlassen Schlieren beim Wischen – das kann schnell zum Sicherheitsrisiko für Sie und andere Verkehrsteilnehmer werden. Gegebenenfalls müssen Sie diese also austauschen.

Schritt 11: Dichtungen pflegen

Die Dichtungen Ihres Autos bestehen ebenfalls aus Gummi oder anderen Kunststoffen und können dementsprechend mit der Zeit – vor allem durch niedrige Temperaturen und Frost – brüchig werden.

Kontrollieren Sie die Dichtungen an den Türen sowie dem Kofferraum. Nehmen Sie Reparaturen vor, wenn notwendig. Behandeln Sie alle Dichtungen abschließend mit einem speziellen Pflegestift. Dadurch bleiben sie geschmeidig, was ihre Lebensdauer erhöht.

Schritt 12: Autotechnik durchchecken

Wurde Ihr Fahrzeug über die Wintermonate wenig oder gar nicht bewegt? Dann gehört eine Überprüfung der Fahrzeugtechnik unbedingt zum Frühjahrsputz dazu. Versichern Sie sich, dass alles wie gewünscht funktioniert:

  • Testen Sie, ob alle Scheinwerfer sowie Blinker, das Bremslicht und die Rückfahrleuchte einwandfrei funktionieren.
  • Kontrollieren Sie die Scheibenwischer, das Tempomat sowie alle weiteren technischen Komponenten, die sich vom Innenraum aus bedienen lassen.
  • Überprüfen Sie außerdem die Bremse sowie die Handbremse.

Nach diesem Check öffnen Sie die Motorhaube. Überprüfen Sie, ob noch ausreichend Motoröl, Kühlwasser sowie Scheibenwaschwasser vorhanden ist. Bei Bedarf füllen Sie diese nach. Geben Sie in das Scheibenwaschwasser einen Reinigungszusatz hinzu. Ein Frostschutz ist beim Frühjahrsputz hingegen nicht mehr notwendig. Werfen Sie außerdem einen Blick auf die Bremsflüssigkeit. Ist diese trüb, sollte sie in einer Werkstatt gewechselt werden.

Der Blick in den Motorraum gibt Ihnen zugleich einen Hinweis darauf, ob eine Motorwäsche sinnvoll ist oder nicht. Anschließend können Sie das Auto bei Bedarf in die Werkstatt bringen. Am besten nehmen Sie die Liste der von Ihnen bemerkten Mängel sowie gewünschten Leistungen gleich mit und lassen sich einen Kostenvoranschlag machen.

Auf Hochglanz polieren
Auf Hochglanz polieren

Schritt 13: Auf Hochglanz polieren

Dieser letzte Schritt ist optional. Möchten Sie den Frühjahrsputz Ihres Autos perfektionieren, können Sie den Lack noch polieren. Das ist eine anstrengende Arbeit, doch sie lohnt sich. Denn das Ergebnis ist ein strahlendes Auto, das aussieht wie neu. Spätestens vor einem Verkauf ist eine solche Politur daher sinnvoll.

In diesem Fall können Sie auch überlegen, den Frühjahrsputz in Form einer professionellen Aufbereitung von Experten durchführen zu lassen. Das ist ebenfalls möglich, wenn Sie keine Zeit oder Lust haben, um die aufgeführten Schritte selbst durchzuführen.

Mühe, die sich lohnt

Der Frühjahrsputz nimmt also einige Zeit in Anspruch, doch er lohnt sich. Nach wenigen Arbeitsschritten wirkt das Auto wie neu, innen wie außen. Neben der besseren Optik haben Sie gleichzeitig etwas für die längere Lebensdauer Ihres Autos getan – und nicht zuletzt Schwachstellen beseitigt, die im schlimmsten Fall Ihre Sicherheit beim Fahren gefährden.

Nehmen Sie sich also wenigstens einmal im Jahr die Zeit, das Auto von Grund auf zu pflegen. Sie werden sehen, dass jede nachfolgende Autopflege umso leichter fällt.

Thomas Mücke

Thomas Mücke

Jahrgang 1975

Diplom Verwaltungswirt FH - Polizei

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Referenzen

  • 10 Jahre Kriminalpolizei im Dezernat Wirtschaftskriminalität
  • über 13 Jahre Erfahrung in der Kredit-Beratung
  • kennt persönlich die Geschäftsführer von Check24 Kredit, Smava, Finanzcheck, Bon Kredit, Maxda und Creditolo

Lebenslauf

Während seines Studiums startete Thomas Mücke als Geschäftsführer eines Investmentclubs. Seit nunmehr 13 Jahren ist er in der onlinebasierten Kredit-Beratung tätig und hat tausenden von Lesern helfen können. Seit Gründung der TM Internetmarketing GmbH konnten sich über die kredit-zeit.de und weitere Kredit-Portale bereits über 5 Millionen Leser informieren. Über 100.000 Kunden konnte zudem zu einer Kreditanfrage verholfen werden.