53 Banken im Vergleich jetzt Kreditanfrage stellen

Offener Grundriss: Vorteile und Nachteile des Bautrends

Das Eigenheim hat vier Wände und ein Dach. Für Licht im Innenraum sorgen Fenster, der Grundriss wird durch Innenwände in verschiedene Räume unterteilt. So sieht das klassische Bild einer Immobilie aus. Gerade im Bereich der Fertighäuser ein verbreitetes Konzept.

Moderne Raumnutzungskonzepte gehen inzwischen in eine ganz andere Richtung. Offene Grundrisse haben sich anfangs vorrangig im Bau individuell gestalteter Architektenhäuser etabliert. Inzwischen schwappt dieser Trend auch in Richtung der Fertigteilhäuser.

Was heißt offener Grundriss eigentlich? Sie kennen das Konzept bereits aus dem Bereich der Gewerbeimmobilien. Ganze Etagen werden hier komplett ohne Wände als Raumteile gebaut. Büros trennen nur noch Glasfronten. Diese offene Bauweise sorgt für ein deutlich weiter wirkendes Raumgefühl. Gleichzeitig entstehen damit lichtdurchflutete Räume.

Aber: Bevor Sie als Eigentümer davon träumen, die Immobilie entsprechend auszubauen: Offene Grundrisse bringen in der Planung und Umsetzung gewisse Herausforderungen mit sich. Wir zeigen Ihnen, welche das sind und worauf Sie letztlich achten sollten.

Was bedeutet ein offener Grundriss?

Klassische Wohnkonzepte sehen so aus, dass ein Grundriss durch allumfassende Wände in kleinere Bereiche geteilt wird. In einem Erdgeschoss entstehen auf diese Weise sehr klassische Raumaufteilungen – bestehend aus:

  • Eingangsbereich
  • Gäste WC
  • Küche
  • Wohnzimmer und
  • Ankleide.

Treppen führen Sie als Bewohner in die darüberliegende Etage und den Keller. Solche Grundrisse werden als funktional erachtet und sind im modernen Wohnungsbau immer noch der Standard. Neben der Ordnungskomponente – das Einteilen des von den Außenwänden umfassten Wohnraums in kleinere funktionale Einheiten – erfüllen einige Wände wichtige Funktionen.

Sie sind tragende Elemente und damit Teil der allgemeinen Standsicherheit des Hauses. Seit einigen Jahren verändert sich allerdings das Wohnkonzept. Mehr und mehr Bauherren setzen heute jedoch auf den offenen Grundriss.

Hier wird sich von der klassischen, durch den Architekten oder Bauträger vorgegebenen Raumaufteilung gelöst. Sie können Ihr Eigenheim als Raumwunder planen und ganze Etagen als offenes Wohnkonzept vorgeben. Statt tragender Wände, welche das Volumen zerteilen, wird auf Schwerlastbalken gesetzt. Auf diese Weise lassen sich auch Eigenheime als offener Grundriss mit mehreren Geschossen planen.

Vertikale und horizontale Offenheit

Offene Grundrisse denken viele Bauherren zuerst in die Horizontale. Durch das Fehlen der Zwischenwände entstehen neue Raumnutzungsideen. So verschmelzen:

  • Wohnzimmer
  • Küche
  • Essbereich

in diesem Konzept zu einer neuen Einheit. Durch Spezialverglasung wird der Eindruck von Leichtigkeit und Weite zusätzlich unterstützt. Das offene Konzept erhält so noch mehr Raum und Volumen. Mit dem Verzicht auf Zwischenwände geht ein Gewinn an nutzbarer Fläche einher. Zudem lassen sich klassische Wohnaccessoires in ihrer Funktion vollkommen neu definieren. Dies gilt für einen Fernseher oder Kamin genauso wie für den Paravent.

Diese Form der offenen und freien Gestaltung begrenzt sich nicht durch Wände. Stattdessen wird auf Wechsel von Material, Lichteffekte oder unterschiedliche Bodenbeläge gesetzt. Offene Grundrisse und Raumgestaltungen beschränken sich nicht auf horizontale Nutzungskonzepte. Sie können diese Idee auch in die Vertikale entwickeln. Umlaufende Galerien lassen das Gefühl eines Lofts entstehen und öffnen der Raum in alle Richtungen.

Mit solchen Möglichkeiten ist der offene Grundriss ein Konzept, das auf Individualität setzt. Wer sich ernsthaft mit diesem Ansatz beschäftigt, stellt die eigenen Ideen in den Mittelpunkt. Die exakte Planung übernimmt am Ende der Architekt, der die Ideen in ein Wohnkonzept überführt und baulich handhabbar macht.

Vorteile eines offenen Grundrisses

Mit der Entscheidung für einen offenen Grundriss setzen Sie auf ein modernes Wohnkonzept. Natürlich liegt Ihrer Entscheidung die Überzeugung zugrunde, von den Vorteilen dieser Bauform zu profitieren. Durch das offene Raumkonzept steht Ihnen deutlich mehr Wohnraum zur Verfügung. Das Fehlen der Wände macht sich an dieser Stelle positiv. Ihnen steht mehr Raum zur Verfügung. Jede Wand, mit welcher die Wohnfläche in klassischen Raumnutzungskonzepten geteilt wird, nimmt Ihnen Platz weg. Was spricht noch für den offenen Grundriss?

1. Raumgefühl: Eine ganz neue Erfahrung bei einem offenen Grundriss

Das Fehlen der Wände öffnet den Raum nicht nur auf dem Papier. Sobald Sie das Haus betreten, fühlt sich der Grundriss sehr viel angenehmer an. Dank fließender Grenzen öffnet sich das Eigenheim förmlich. Es entsteht der Eindruck von Weite, der sich so in klassischen Raumkonzepten nicht umsetzen lässt.

2. Überall Tageslicht: Helle Wohnungen verbessern die Stimmung

Licht beeinflusst unsere Stimmung nachhaltig. Zunehmend mehr Bauherren legen Wert darauf, dass in den eigenen vier Wänden Beleuchtungskonzepte umgesetzt werden, mit denen möglichst lichtdurchflutete Räume entstehen. Der offene Grundriss spielt hier eine seiner Stärken aus. Dank der fehlenden Wände und großzügigen Verglasung entstehen lichtdurchflutete Wohnräume.

3. Neue Gestaltungsmöglichkeiten: der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt

Durch den offenen Grundriss bieten sich Ihnen völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten. Sie können den umbauten Raum vollkommen anders nutzen als es bisher der Fall war. Hierdurch ergeben sich neue Designansätze, die Sie in mehrere Ebenen „denken“ können. Gerade für Immobilien mit mehreren Etagen bietet sich die Chance, auch in die Vertikale zu denken und ein ganz neues Wohngefühl zu schaffen.

4. Vielschichtige Raumwirkung: Für Fans ein Hochgenuss

Auf den ersten Blick wirkt der offene Grundriss wie eine riesige Halle. Bei dem einen oder anderen Betrachter löst das Ganze eher Unbehagen aus. Auf den zweiten Blick fällt auf, dass sich hier ganz unterschiedliche Zonen schaffen lassen. Ruhezonen wechseln sich mit Arbeitsbereichen ab, die wiederum von Gemeinschaftszonen durchbrochen werden.

Offene Grundrisse leben von der Bereitschaft, sich auf Neuinterpretationen einzulassen und klassische Raumstrukturen aufzubrechen. Dieser Grundsatz zieht nach sich, dass Grenzen verwischen und Nutzungszonen ineinander übergehen. Ein Aspekt, welche vom Bauherrn eine gewisse Offenheit voraussetzt.

Thomas Mücke

Thomas Mücke

Jahrgang 1975

Diplom Verwaltungswirt FH - Polizei

message icon

Jetzt dem Autor eine Frage stellen

Referenzen

  • 10 Jahre Kriminalpolizei im Dezernat Wirtschaftskriminalität
  • über 13 Jahre Erfahrung in der Kredit-Beratung
  • kennt persönlich die Geschäftsführer von Check24 Kredit, Smava, Finanzcheck, Bon Kredit, Maxda und Creditolo

Lebenslauf

Während seines Studiums startete Thomas Mücke als Geschäftsführer eines Investmentclubs. Seit nunmehr 13 Jahren ist er in der onlinebasierten Kredit-Beratung tätig und hat tausenden von Lesern helfen können. Seit Gründung der TM Internetmarketing GmbH konnten sich über die kredit-zeit.de und weitere Kredit-Portale bereits über 5 Millionen Leser informieren. Über 100.000 Kunden konnte zudem zu einer Kreditanfrage verholfen werden.