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Wie kann ich eine Bürgschaft kündigen?

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  • Wie kann ich eine Bürgschaft kündigen?

    Tipp der Redaktion


    Empfehlung 1: Ratenkredit
    Empfehlung 2: Kredit ohne Schufa
    Empfehlung 3: Kurzzeitkredit
    Empfehlung 4: Kredit für Selbständige
    Empfehlung 5: Kreditchance verdoppeln
    Ich sitze auf heißen Kohlen, weil ich für einen Kredit bürge. Mittlerweile glaube ich nicht mehr daran, dass es eine gute Idee war. Ich möchte die Bürgschaft kündigen. Aber wie mache ich das?

    Natürlich könnte ich die Bank ansprechen, bei denen ich die Kreditbürgschaft geleistet habe. Einfach nachzufragen wäre bestimmt richtig, aber das möchte ich möglichst vermeiden. Keine schlafenden Hunde wecken heißt es doch immer. Soweit mir seit Neuestem bekannt ist, will der Kreditnehmer für den ich gebürgt habe, in Insolvenz gehen. (War ein Kredit für seine Firma). Klar ist, ich muss die Bürgschaft kündigen, wenn ich nicht selbst zahlen will und weil ich es mir auch nicht leisten könnte.

    Doch, wie geht es richtig? Ein formloses Schreiben oder muss ich zu einem Anwalt gehen und der setzt mir ein Schreiben auf, um die Bürgschaft zu kündigen? Hafte ich nach der Kündigung trotzdem oder komme ich mit dem Schrecken und einem blauen Auge davon?

  • #2
    Ihr Problem kann ich gut verstehen. Ein Freund von mir hatte das Gleiche. Ich muss Sie aber auch gleich enttäuschen. Eine Bürgschaft, die mal abgegeben wurde, kann nicht gekündigt werden. Sie läuft dann aus, wenn der Kredit zurückgezahlt wurde. Ansonsten hat der Bürge, der den Kreditvertrag mit unterschrieben hat, einzutreten, wenn das Darlehen nicht gemäß Vereinbarung zurückgezahlt wird.

    Da kann Ihnen auch kein Anwalt weiterhelfen, Bürgschaft ist leider Bürgschaft. Deshalb rate ich immer, die Finger weg davon zu lassen. Bürge zu sein, und dann zahlen zu müssen, obwohl man es nie gedacht hätte, hat schon ganze Familien auseinandergerissen, und Freundschaften zerstört. So gut man es als Bürge auch meinen mag, am Ende ist man der, der zahlen muss, wenn der Kreditnehmer es nicht mehr kann, oder nicht mehr will.

    Nun muss ich aber gleich sagen, dass das hier keine Rechtsberatung ist. Die kann Ihnen außer einem Anwalt keiner geben. Ich vermute aber, dass Sie nicht einfach aus der Bürgschaft rauskommen, so ist nun mal die Sache mit den Kreditverträgen und Bürgen. Einen Anwalt würde ich an Ihrer Stelle aber trotzdem einschalten, um zu sehen, ob Sie das Geld, dass Sie als Bürge an des Kreditnehmers Statt zurückzahlen müssen, von dem Kreditnehmer selbst zurückfordern können. Aber ob das dann möglich ist, weiß ich nicht.

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    • #3
      Da hast du dich glaube ich in eine sehr missliche Lage gebracht. Denn eine Bürgschaft kann man nicht einfach kündigen. Noch dazu, wenn der eigentliche Kreditnehmer in Schwierigkeiten steckt und den Kredit daher wahrscheinlich nicht mehr lange bedienen kann. Auch wenn das nicht das ist, was du hören willst.

      Eine Möglichkeit für eine Kündigung könnte sich dann ergeben, wenn du dich wirklich mit dem Hauptgläubiger und dem Kreditnehmer einigst. Da Letzterer aber in finanzieller Not ist, wird der kaum Argumente liefern können, die gegen einen Bürgschaft für den Kredit sprechen.

      Ansonsten kommst du aus der Bürgschaft nur dann heraus, wenn der Kredit beglichen ist oder der Hauptschuldner wechselt. Das heißt, wenn der Kreditnehmer den Kredit auf eine andere Person überträgt und diese eine so gute Bonität hat, dass eine Bürgschaft nicht nötig wird.

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      • #4
        Aus einer Bürgschaft herauszukommen, ist alles andere als leicht. Es gibt verschiedene Gründe, die dies rechtfertigen könnten. Dies wäre zum Beispiel der Fall, wenn Du nachweislich mit den eingegangenen Verpflichtungen finanziell überfordert wärst. Auch mangelnde Aufklärung vonseiten der Bank könnte ein Grund sein. Solltest Du einen Anwalt Deines Vertrauens besitzen, empfiehlt es sich, mit ihm Kontakt aufzunehmen und alle Möglichkeiten zu erläutern. Es reicht aber in der Regel nicht aus, dass Du Deinen Verpflichtungen aus der Bürgschaft nicht nachkommen möchtest oder dass Dir die Belastungen zu groß sind, obwohl sie von gesetzgeberischer Seite durchaus vertretbar wären.
        Nur wirklich triftige Gründe rechtfertigen eine Kündigung. War vorher bekannt, dass der Kreditnehmer kurz vor der Insolvenz steht?

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        • #5
          Wenn Du den Vertrag unterschrieben hast, dann wird es fast unmöglich sein, die Bürgschaft rückgängig zu machen. Du dienst als Sicherheit und es gibt kein Kündigungsrecht auf diese Bürgschaft. Wenn der Vertrag zeitlich gebunden ist, sprich Du nur für sechs Monate eine Bürgschaft eingegangen wärst, dann wäre das kein Problem. Aber eine Bürgschaft endet im Normalfall nur dann, wenn der Kredit vollständig getilgt wurde.

          Die einzige Möglichkeit, die Du hast, einen Ersatzbürgen zu finden. Wenn Du so eine Person findest oder der eigentliche Kreditnehmer, dann kannst Du aus dem Vertrag heraus und der andere Bürge würde automatisch Deine Stelle einnehmen, sobald er die Bürgschaft unterschrieben hat.

          Ansonsten bleibt nur, den Kredit als Umschuldungskredit umzuwandeln, sodass der jetzige Kreditnehmer versuchen muss, bei einer anderen Bank einen Kredit zu bekommen. Mit dem neuen Kredit wird der alte abgelöst und Du hättest dann keine Bürgschaft mehr. Andere Wege wird es nicht geben, um aus der Bürgschaft zu kommen.

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          • #6
            Eine Bürgschaft zu kündigen ist sehr schwer und nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Sie sollten für diese Angelegenheit auf jeden Fall den Rat eines Fachanwalts in Anspruch nehmen.

            Wann kann eine Bürgschaft gekündigt oder zurückgezogen werden?
            - Wenn die Hauptschuld entfällt. Der Gläubiger hat dann kein Sicherungsinteresse mehr
            - Wenn der Hauptschuldner wechselt
            - Wenn die Bürgschaftsschuld abgezahlt ist
            In all diesen Fällen erlischt die Bürgschaft im Einvernehmen aller Beteiligten praktisch automatisch.

            Das trifft jedoch auf Sie nicht zu. Sie möchten die Bürgschaft einseitig kündigen oder zurückziehen. Das ist laut § 314 BGB nur aus einem wichtigen Grund möglich. Ein wichtiger Grund ist beispielsweise die wesentliche Verschlechterung der finanziellen Situation des Hauptschuldners. Trifft das zu, können Sie die Bürgschaft kündigen und sind nur für die bis zur Kündigung aufgelaufenen Schulden verantwortlich.


            Machen Sie einen Termin mit einem Anwalt aus und bringen Sie alle notwendigen Unterlagen, darunter Kreditvertrag, bereits gezahlte Raten und noch ausstehende Verbindlichkeiten, mit. Vergessen Sie auch nicht die Unterlagen, mit denen Sie Ihre schwierige wirtschaftliche Situation nachweisen können (Einkommensnachweis, Auflistung der Verbindlichkeiten). Sie erteilen dem Anwalt ein Mandat. Daraufhin wird er sich mit dem Schuldner und dem Gläubiger in Verbindung setzen und versuchen, beide davon zu überzeugen, Sie aus der Bürgschaft zu entlassen. Ob es gelingt ist jedoch ungewiss. Eine Entlassung aus der Bürgschaft ist nur dann möglich, wenn alle Beteiligten damit einverstanden sind.

            Lassen Sie sich diesen Vorfall eine Lehre sein und überlegen Sie in Zukunft lieber zweimal, bevor Sie eine Bürgschaft eingehen. Mit einigen Kosten (für den Anwalt) müssen Sie auf jeden Fall rechnen, selbst wenn Sie Erfolg haben werden.

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            • #7
              Eine Bürgschaft kann man nicht kündigen. Damit wäre der Sinn der Bürgschaft ja verfehlt, denn Sie sind als Bürge die Sicherheit für die Bank. Es gibt nur wenige Ausnahmen, dass Sie eine Bürgschaft anfechten können. Das wäre dann der Fall, wenn Sie mit dem Kreditnehmer emotional verbunden wären. Das ist dann der Fall, wenn es sich dabei um Familienangehörige, Kinder oder Ehepartner handeln würde.

              Auch im Fall, dass der Kreditnehmer ein Arbeitskollege wäre, könnte eine Bürgschaft unter Umständen angefochten werden, wenn die emotionale Bindung ausgenutzt worden wäre. Wenden Sie sich in Ihrem Fall an einen Rechtsanwalt, den werden Sie dann ohnehin brauchen, wenn Sie nicht bürgen wollen. Ein Bürge hat immer schlechte Karten, wenn der Kreditnehmer nicht mehr bezahlt.

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              • #8
                Eine Bürgschaft kann, meines Wissens nach, nicht gekündigt werden. Sie läuft erst aus, wenn der Kreditnehmer das dazugehörige Darlehen abgezahlt hat, oder wenn Sie dieses als Bürge abgezahlt haben.

                Sie haben nur die Möglichkeit, in den ersten Tagen nach Abschluss des Kreditvertrags von diesem zurückzutreten. Aber ich vermute mal, das ist bei Ihnen nicht mehr möglich. Also müssen Sie leider in den sauren Apfel beißen, und den Kredit abzahlen, wenn der Kreditnehmer das nicht kann, oder will.

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                • #9
                  Hallo,
                  Das ist keine einfache Sache. Wer bürgt, der zahlt, so zumindest ist die Rechtsprechung. Eine Möglichkeit wäre, wenn Sie nachweisen können, dass die Bürgschaft Sie finanziell überfordert. Oder die Bank ist Ihrer Aufklärung nicht nachgekommen. Ich habe einmal gelesen, wenn man einen neuen Bürgen beibringt, könnte man aus der Bürgschaft heraus. Inwieweit das aber stimmt, weiß ich jetzt nicht genau.

                  Aber wer übernimmt schon eine Bürgschaft für einen Kreditnehmer der in Insolvenz geht. Am besten Sie informieren sich über einen Anwalt und schildern ihm die Angelegenheit.

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                  • #10
                    Eine Bankbürgschaft ist grundsätzlich auf die Dauer der Kreditgewährung ausgelegt. Das bedeutet für den Bürgen in Praxis, dass er bis zur Tilgung des Kredites an die Bürgschaft gebunden ist. Es gibt nur zwei Wege, um sich aus dieser Bürgschaft zu befreien. Die eine Variante liegt darin, dass innerhalb des Kreditvertrages eine Kündigungsfrist für den Bürgen schriftlich fixiert ist. Das ist allerdings selten der Fall, denn die Banken sind natürlich aufgrund der höheren Sicherheit, die durch den Bürgen entsteht, daran interessiert, dass die Bankbürgschaft für die gesamte Kreditlaufzeit erhalten bleibt.

                    Eine weitere Chance, sich aus der Bürgschaft zu befreien besteht darin, dass die Bürgschaft innerhalb eines sittenwidrigen Vertrages entstanden ist. Das ist dann der Fall, wenn der Bürge als solcher zwar akzeptiert wurde, wenn allerdings das Einkommen des Bürgen in der Höhe so gering ausfällt, dass aus dem pfändbaren Teil des Einkommens die Zinsen aus der Hauptschuld nicht abzugleichen sind. In der Praxis heißt das, dass das Einkommen des Bürgen zum Zeitpunkt der Übernahme der Bürgschaft schon relativ gering ausgefallen sein muss oder dass er bei einem höheren Einkommen auch vielen Personen - also beispielsweise in diesem Fall der Frau und einigen Kindern gegenüber - unterhaltspflichtig gewesen ist.

                    Die Sittenwidrigkeit des Vertrages nachzuweisen, ist allerdings schwierig genug. So lohnt es sich, falls hier der Verdacht besteht, dass ein Anwalt aufgesucht wird. In diesem Zusammenhang kann es dann, sofern die Sittenwidrigkeit nicht akzeptiert, auch durchaus zu einem Gerichtsverfahren kommen.

                    Die Frage, ob eine Kündigungsfrist im Vertrag enthalten ist, lässt sich einfach abgleichen. Dazu liegt der Bürgschaftsvertrag vor, der alle wichtigen Fragen zur Bürgschaft schriftlich fixiert. Dazu besteht die Möglichkeit, dass die Bank aufgesucht und ein Einblick in den Kreditvertrag beantragt wird. Als Bürge hat man das Recht dazu, sofern der Kreditvertrag beziehungsweise der Bürgschaftsvertrag in Kopie nicht mehr vorliegt.

                    In jedem Fall ist die Kündigung einer Bürgschaft mit ziemlichen Hürden behaftet, da diese für die Bank die Basis für die Kreditvergabe an bestimmte Personen darstellt. Könnte jede Bürgschaft einfach so beendet werden, hätte sie ihren Wert für Banken letztlich verloren. In den meisten Fällen kommt der Bürge aus einer solchen Bürgschaft leider nicht mit einem blauen Auge davon, sondern muss vollumfänglich für den Kredit haften.

                    Ist das Einkommen im Laufe der Bürgschaft unter die Pfändungsgrenze gesunken, kann der Bürge aktuell nicht belangt werden. Allerdings gilt hier die 30-jährige Frist für die Eintreibung offener Forderungen.

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