Jedoch ist mir der Mechanismus dahinter - wie genau das Risiko verteilt wird, welche Sicherheiten man hat und wie sich die Rendite im Vergleich zu anderen Anlageformen verhält - noch nicht ganz klar. Gibt es jemanden, der Erfahrungen mit Nachrangfinanzierungen gemacht hat und mir erklären kann, wie sicher diese Art der Investition ist?
Sind Nachrangfinanzierungen ein sicheres Investment?
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- 11.08.2025
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Sind Nachrangfinanzierungen ein sicheres Investment?
Ich spiele schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken, in Immobilien zu investieren und bin dabei auf das Konzept der Nachrangfinanzierungen gestoßen. Das scheint ein Weg zu sein, um mit relativ geringem Eigeneinsatz in den Immobilienmarkt einzusteigen.
Jedoch ist mir der Mechanismus dahinter - wie genau das Risiko verteilt wird, welche Sicherheiten man hat und wie sich die Rendite im Vergleich zu anderen Anlageformen verhält - noch nicht ganz klar. Gibt es jemanden, der Erfahrungen mit Nachrangfinanzierungen gemacht hat und mir erklären kann, wie sicher diese Art der Investition ist?Stichworte: -
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- 24.05.2019
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zur hilfreichsten Antwort ausgewähltNachrangfinanzierungen sind tatsächlich ein spannendes Thema, gerade wenn du mit wenig Eigenkapital in Immobilien investieren möchtest. Im Grunde bedeutet Nachrang, dass dein Darlehen erst nach den vorrangigen Gläubigern bedient wird, also du im Falle einer Insolvenz oder Zwangsversteigerung erst dann Geld bekommst, wenn alle anderen Forderungen beglichen sind.Ich persönlich würde dir Smava (www.smava.de) empfehlen, selbst mit einem Schufaeintrag hast du dort gute Chancen.
Das erhöht natürlich das Risiko erheblich. Die Sicherheit ist also deutlich geringer als bei klassischen vorrangigen Krediten.
Dafür bieten Nachrangdarlehen oft höhere Zinsen, um das Risiko zu kompensieren. Das ist ein Trade-off, den du bedenken musst.
Im Vergleich zu anderen Anlageformen kann die Rendite attraktiv sein, aber das Risiko ist eben auch höher. Ich habe selbst in ein Nachrangdarlehen investiert und würde empfehlen, genau die Bonität des Projekts und die Sicherheiten zu prüfen.
Besonders wichtig ist, ob das Projekt realistisch und professionell aufgestellt ist. -
- 17.04.2018
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Isselin bringt einen wichtigen Punkt zur Risikoverteilung bei Nachrangfinanzierungen auf den Tisch. Man sollte sich bewusst sein, dass die Sicherheit hier stark von der Bonität des Projekts abhängt.
Es ist nicht nur die Reihenfolge der Rückzahlung, sondern auch, ob die Immobilie oder das Projekt überhaupt genügend Wert hat, um alle Gläubiger zu bedienen. Zudem rate ich, die Vertragsbedingungen genau zu prüfen, da manche Nachrangdarlehen keine oder nur eingeschränkte Sicherheiten bieten.
Die Rendite ist zwar oft höher, aber das Risiko sollte man nicht unterschätzen. -
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Thomas Mücke
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- 15.02.2019
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Nachrangfinanzierungen klingen riskant, aber wenn das Projekt gut ist, kann man davon profitieren. Wichtig ist, nicht blind zu investieren, sondern genau zu prüfen, wie die Sicherheiten aussehen und wie die Rückzahlung geregelt ist. -
Moderator
Thomas Mücke
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ModeratorThomas Mücke zum Profil
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- 28.08.2018
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Ich möchte hier noch ergänzen, dass Nachrangfinanzierungen häufig in der Immobilienfinanzierung als Ergänzung zum klassischen Bankdarlehen genutzt werden. Banken finanzieren meist bis zu 70-80 % des Immobilienwerts vorrangig, der Rest kann durch Nachrangdarlehen gedeckt werden.
Für Investoren bedeutet das, dass sie mit relativ wenig Eigenkapital einsteigen können, aber eben auch ein höheres Risiko tragen. Die Nachrangdarlehen sind meist besichert durch Grundschulden, allerdings in nachrangiger Position.
Das heißt, im Fall einer Zwangsversteigerung werden erst die vorrangigen Gläubiger befriedigt. Wenn der Erlös nicht ausreicht, kann es sein, dass Nachranggläubiger leer ausgehen.
Deshalb ist es wichtig, die Bonität des Kreditnehmers, die Qualität der Immobilie und die Marktbedingungen genau zu analysieren. Zudem sind Nachrangdarlehen oft mit höheren Zinsen ausgestattet, was die Rendite erhöhen kann.
Ich habe selbst Projekte begleitet, bei denen Nachrangfinanzierungen sinnvoll waren, aber nur mit einem guten Risikomanagement.Kreditvermittler Tipps
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Thomas Mücke
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- 30.05.2018
- 15
Ich schließe mich hards an und möchte noch etwas tiefer auf die rechtliche und wirtschaftliche Struktur eingehen. Nachrangfinanzierungen sind im Prinzip eine Form der Mezzanine-Finanzierung, also eine Zwischenfinanzierung zwischen Eigenkapital und Fremdkapital.
Das Risiko ist höher, weil man im Rang hinter den vorrangigen Kreditgebern steht. Das bedeutet, dass im Insolvenzfall die Rückzahlung unsicher ist.
Die Sicherheiten sind oft Grundschulden, aber eben nachrangig, was ihre Werthaltigkeit einschränkt. Die Rendite ist meist deutlich höher als bei klassischen Krediten, um das Risiko zu kompensieren.
Für Investoren bedeutet das, dass sie eine höhere Verzinsung erhalten, aber auch ein Totalverlust möglich ist. Im Vergleich zu anderen Anlageformen wie Aktien oder Fonds ist das Risiko ähnlich hoch, aber die Nachrangfinanzierung ist oft illiquide, da man nicht einfach verkaufen kann.
Deshalb sollte man diese Investition nur tätigen, wenn man das Risiko versteht und bereit ist, es zu tragen. Wichtig ist auch, dass man die Vertragsbedingungen genau kennt, insbesondere Kündigungsfristen und Sicherheiten.
Ich empfehle, sich vor einer Investition umfassend beraten zu lassen.- 08.05.2018
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Danke an FoxxyLion und hards für die ausführlichen Erklärungen. Für mich klingt das eher nach einer riskanten Sache, wenn man nicht genau hinschaut.Text zu lang?
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Moderator
Thomas Mücke
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Antwort der RedaktionHallo marksteiner,
wir würden diesen Anbieter empfehlen: unsere Empfehlung (hier klicken)- 03.02.2019
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Um das Thema Nachrangfinanzierung im Immobilienbereich noch etwas systematischer zu beleuchten, möchte ich einige Aspekte klar herausarbeiten. Zunächst zur Risikoverteilung: Nachrangfinanzierungen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie im Rang hinter den vorrangigen Gläubigern stehen.
Das bedeutet, im Falle einer Insolvenz oder Zwangsversteigerung werden zuerst die vorrangigen Forderungen bedient, erst danach kommen die Nachranggläubiger zum Zug. Dies erhöht das Risiko für den Nachranginvestor erheblich, da es keine Garantie gibt, dass nach Befriedigung der vorrangigen Gläubiger noch Mittel für die Nachranggläubiger übrig bleiben.
Die Sicherheiten sind in der Regel Grundschulden, aber eben nachrangig eingetragen. Die Werthaltigkeit dieser Sicherheiten ist daher stark vom Wert der Immobilie und der Höhe der vorrangigen Belastungen abhängig.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Rendite: Nachrangdarlehen bieten in der Regel eine höhere Verzinsung als vorrangige Kredite, oft im Bereich von 6-10 % oder mehr, um das erhöhte Risiko zu kompensieren. Im Vergleich zu anderen Anlageformen, wie z.B.
Aktien oder Fonds, sind Nachrangdarlehen weniger liquide und mit spezifischen Risiken verbunden. Die Investition ist meist langfristig gebunden, und ein vorzeitiger Ausstieg ist schwierig oder mit Verlusten verbunden.
Für Privatanleger ist es wichtig, die Bonität des Projektträgers genau zu prüfen, das Immobilienobjekt zu bewerten und die Vertragsbedingungen genau zu verstehen. Auch sollte man sich bewusst sein, dass Nachrangfinanzierungen oft in Projekten eingesetzt werden, die von Banken nicht vollständig finanziert werden wollen, was ein Warnsignal sein kann.
Abschließend rate ich, Nachrangfinanzierungen nur als Teil eines diversifizierten Portfolios zu betrachten und nicht das gesamte Kapital dort zu investieren. Es ist ratsam, sich von einem erfahrenen Finanzberater begleiten zu lassen, um die Risiken und Chancen richtig einzuschätzen.Jetzt passenden Kredit anonym ermitteln
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- 26.09.2018
- 11
MichaelRippstein bringt die entscheidenden Punkte auf den Punkt. Ich möchte noch ergänzen, dass Nachrangfinanzierungen häufig in Form von partiarischen Darlehen oder Genussrechten strukturiert sind.
Das bedeutet, dass der Investor nicht nur eine feste Verzinsung erhält, sondern oft auch an den Gewinnen des Projekts beteiligt wird. Das kann die Rendite erhöhen, aber auch die Unsicherheit, da die Auszahlung von Gewinnen nicht garantiert ist.
Ein weiterer Aspekt ist die Laufzeit: Nachrangdarlehen haben oft eine feste Laufzeit von mehreren Jahren, in der das Kapital gebunden ist. Die Rückzahlung erfolgt häufig erst am Ende der Laufzeit oder nach erfolgreichem Abschluss des Projekts.
Das macht die Investition weniger flexibel. Auch die Informationsrechte des Investors sind wichtig: Man sollte vertraglich geregelt haben, dass man regelmäßig über den Projektfortschritt informiert wird.
Im Vergleich zu anderen Anlageformen ist das Risiko höher, aber auch die Renditechancen. Für Anleger, die sich mit dem Immobilienmarkt auskennen und bereit sind, das Risiko zu tragen, können Nachrangfinanzierungen eine interessante Ergänzung sein.
Allerdings sollte man nie blind investieren und immer eine gründliche Due Diligence durchführen.- 12.04.2018
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Ich möchte die Diskussion um Nachrangfinanzierungen um einen praktischen Blickwinkel ergänzen. Aus meiner Erfahrung als Projektentwickler sind Nachrangfinanzierungen ein wichtiges Instrument, um die Finanzierungslücke zwischen Bankdarlehen und Eigenkapital zu schließen.
Banken sind bei der Immobilienfinanzierung konservativ und finanzieren oft nur bis zu 70-80 % des Immobilienwerts. Die restlichen 20-30 % müssen durch Eigenkapital oder Nachrangdarlehen gedeckt werden.
Für Investoren bietet das Nachrangdarlehen die Möglichkeit, mit einem geringeren Kapitaleinsatz in ein Projekt einzusteigen und von der Wertsteigerung der Immobilie zu profitieren. Allerdings ist das Risiko höher, weil die Nachrangfinanzierung im Rang hinter den Banken steht.
Wenn das Projekt erfolgreich ist, erhalten Nachranginvestoren eine attraktive Rendite, oft zwischen 7 und 12 %. Aber bei Problemen im Projekt, wie Bauverzögerungen oder Wertverlusten, kann es zu Verlusten kommen.
Deshalb ist es wichtig, die Bonität des Projektentwicklers, die Marktbedingungen und die Qualität des Objekts genau zu prüfen. Auch sollte man die Vertragsbedingungen, insbesondere die Nachrangklauseln, genau verstehen.
Ich empfehle, sich bei Nachrangfinanzierungen auf erfahrene Anbieter und transparente Projekte zu konzentrieren und nicht auf schnelle Gewinne zu hoffen. Insgesamt sind Nachrangfinanzierungen eine Möglichkeit, in Immobilien zu investieren, die aber ein höheres Risiko und eine längere Bindung mit sich bringen.Moderator
Thomas Mücke
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Kredite für jeden Verwendungszweck- Empfehlung 1: Ratenkredite
- Empfehlung 2: Kredit ohne Schufa
- Empfehlung 3: Kredit für Selbständige
- 08.05.2019
- 3
Ich finde es gut, wie hier die Chancen und Risiken von Nachrangfinanzierungen differenziert dargestellt werden. Ich selbst habe vor zwei Jahren in ein Nachrangdarlehen investiert, das an ein Wohnungsbauprojekt gekoppelt war.
Die Rendite war mit 8 % attraktiv, und die Laufzeit war auf fünf Jahre festgelegt. Während der Laufzeit gab es regelmäßige Berichte vom Projektentwickler, was mir Sicherheit gab.
Allerdings war das Geld für die gesamte Laufzeit gebunden, und ein vorzeitiger Ausstieg war nicht möglich. Das Risiko, dass das Projekt scheitert, ist real, aber durch die gute Vorbereitung und die Bonitätsprüfung des Entwicklers konnte ich das Risiko einschätzen.
Für mich war das eine gute Ergänzung zu meinen anderen Anlagen, da die Rendite über Tagesgeld oder Anleihen lag. Ich würde aber jedem raten, sich nicht nur auf die Rendite zu fokussieren, sondern auch das Risiko genau zu prüfen und nur einen Teil des Kapitals in Nachrangfinanzierungen zu investieren.- 08.08.2018
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smily, danke für deinen Erfahrungsbericht. Das bestätigt, dass Nachrangfinanzierungen durchaus lohnenswert sein können, wenn man sich gut informiert.
Ich sehe das ähnlich: Man sollte nicht alles auf eine Karte setzen und immer auf die Bonität und die Sicherheiten achten. Gerade die Illiquidität ist ein Faktor, den viele unterschätzen.- 25.09.2018
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smily und ventolissy haben die Praxis sehr gut dargestellt. Ich möchte noch einen Aspekt hinzufügen, der oft übersehen wird: die steuerliche Behandlung von Nachrangdarlehen.
Die Zinsen, die man als Investor erhält, sind in der Regel als Einkünfte aus Kapitalvermögen zu versteuern. Je nach persönlicher Steuersituation kann das die Nettorendite beeinflussen.
Außerdem können Verluste aus Nachrangdarlehen steuerlich geltend gemacht werden, was ein kleiner Ausgleich für das Risiko sein kann. Ein weiterer Punkt ist die Transparenz der Verträge: Manche Nachrangdarlehen sind komplex strukturiert, mit Gewinnbeteiligungen oder variablen Zinsen.
Es ist wichtig, die Vertragsdetails genau zu verstehen oder einen Steuerberater hinzuzuziehen. Zusammenfassend: Nachrangfinanzierungen bieten Chancen auf attraktive Renditen, sind aber mit höheren Risiken und steuerlichen Besonderheiten verbunden.
Wer das Risiko eingeht, sollte gut informiert sein und die Investition als Teil eines breit gestreuten Portfolios sehen.Moderator
Thomas Mücke
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Hallo,
ich habe dir hier nochmals unseren Kreditvergleichsrechner eingefügt. Viel Spaß beim Rumspielen.
- 15.02.2019
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AyaSasami bringt einen wichtigen Punkt mit der steuerlichen Perspektive ein. Zusätzlich möchte ich betonen, dass Nachrangfinanzierungen oft für Anleger interessant sind, die eine höhere Rendite suchen, aber nicht direkt Immobilien kaufen wollen.
Man profitiert indirekt von der Wertentwicklung des Projekts, ohne sich um Verwaltung oder Vermietung kümmern zu müssen. Allerdings ist die Illiquidität ein entscheidender Nachteil.
Im Gegensatz zu Aktien oder Fonds kann man Nachrangdarlehen nicht einfach verkaufen. Deshalb sollte man nur Kapital investieren, das man langfristig entbehren kann.
Außerdem ist es ratsam, auf die Bonität des Projektträgers und die Marktbedingungen zu achten. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten kann das Risiko steigen.
Ich empfehle, Nachrangfinanzierungen nur als Teil eines diversifizierten Anlageportfolios zu nutzen.- 29.08.2018
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Ich möchte die Diskussion noch um einen juristischen und praktischen Blickwinkel erweitern. Nachrangfinanzierungen sind rechtlich gesehen Darlehen, bei denen der Gläubiger im Rang hinter anderen Gläubigern steht.
Das bedeutet, dass im Falle einer Insolvenz des Darlehensnehmers die Nachranggläubiger erst bedient werden, wenn alle anderen Forderungen erfüllt sind. Das erhöht das Risiko für den Investor erheblich.
Aus meiner Erfahrung als Jurist im Immobilienbereich ist es entscheidend, dass der Nachrangvertrag klar und transparent gestaltet ist. Er sollte Regelungen enthalten, wann und wie die Rückzahlung erfolgt, welche Sicherheiten bestehen und wie das Risiko verteilt wird.
Oft werden Nachrangdarlehen durch Grundschulden abgesichert, die aber nachrangig eingetragen sind. Das heißt, die Werthaltigkeit der Sicherheiten hängt stark vom Wert der Immobilie und der Höhe der vorrangigen Belastungen ab.
Außerdem sollte man auf die Laufzeit achten: Nachrangdarlehen sind meist langfristig gebunden und können nicht vorzeitig gekündigt werden. Das macht sie illiquide.
Aus meiner Sicht sind Nachrangfinanzierungen eine Möglichkeit, in Immobilien zu investieren, wenn man bereit ist, ein höheres Risiko einzugehen und das Projekt gut geprüft hat. Für Privatanleger ist es wichtig, sich umfassend beraten zu lassen und die Vertragsbedingungen genau zu verstehen.
Die Rendite kann attraktiv sein, aber das Risiko eines Totalverlusts besteht.- 02.05.2018
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LeomaRetti bringt die juristischen Aspekte sehr gut auf den Punkt. Ich möchte noch etwas zur praktischen Umsetzung hinzufügen.
Bei Nachrangfinanzierungen ist es üblich, dass der Investor keine direkten Einflussmöglichkeiten auf das Projekt hat. Man ist oft nur Kapitalgeber ohne Mitspracherecht.
Das bedeutet, man muss dem Projektentwickler oder der Gesellschaft vertrauen. Deshalb ist es wichtig, dass man sich die Referenzen des Entwicklers genau anschaut und die Wirtschaftlichkeit des Projekts prüft.
Auch die Marktbedingungen sind entscheidend: In einem stagnierenden oder fallenden Immobilienmarkt steigt das Risiko, dass Nachranggläubiger nicht bedient werden. Zudem sollte man die Vertragsklauseln zu Verzinsung, Laufzeit und Rückzahlung genau kennen.
Oft sind Nachrangdarlehen mit festen Zinsen ausgestattet, aber manchmal gibt es auch Gewinnbeteiligungen. Die Rendite ist attraktiv, aber das Risiko eines Totalverlusts sollte man nicht unterschätzen.
Ich empfehle, nur einen kleinen Teil des Kapitals in Nachrangfinanzierungen zu investieren und das Risiko breit zu streuen.Moderator
Thomas Mücke
zum Profil
- 03.01.2018
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Ich möchte noch einen Aspekt ergänzen, der oft übersehen wird: die Rolle der Bonität des Darlehensnehmers. Nachrangfinanzierungen werden oft bei Projekten eingesetzt, bei denen die Bank nicht die volle Finanzierung übernehmen will oder kann.
Das kann an der Bonität des Projektträgers liegen oder an der Risikobewertung des Projekts. Für Investoren bedeutet das, dass sie das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Darlehensnehmers tragen.
Deshalb ist es wichtig, nicht nur die Immobilie, sondern auch den Projektträger genau zu prüfen. Ein weiterer Punkt ist die Absicherung: Nachrangdarlehen sind zwar oft durch Grundschulden abgesichert, aber eben nachrangig.
Das heißt, bei einer Zwangsversteigerung werden erst die vorrangigen Gläubiger bedient. Wenn der Erlös nicht ausreicht, bleiben Nachranggläubiger auf ihren Forderungen sitzen.
Das Risiko ist also real. Die Rendite ist ein Ausgleich für dieses Risiko.
Ich rate, Nachrangfinanzierungen nur dann zu wählen, wenn man das Risiko versteht und bereit ist, es zu tragen. Eine breite Streuung der Investitionen kann helfen, das Risiko zu minimieren.- 11.12.2017
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donasidP, das ist ein wichtiger Punkt. Ich finde, viele unterschätzen die Bedeutung der Bonität des Projektträgers.
Wenn der nicht solide ist, kann es schnell problematisch werden. Ich selbst habe mal in ein Nachrangdarlehen investiert, bei dem der Projektentwickler nicht transparent war.
Das hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, genau hinzuschauen. Auch die Vertragsdetails sind entscheidend.
Manche Nachrangdarlehen haben sehr lange Laufzeiten und keine Möglichkeit zur vorzeitigen Rückzahlung. Das bedeutet, man muss das Geld lange binden und kann nicht flexibel reagieren.
Die Rendite ist zwar verlockend, aber man sollte das Risiko nicht unterschätzen. Für mich sind Nachrangfinanzierungen nur eine Ergänzung im Portfolio, kein Hauptinvestment.- 20.04.2019
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Jule und donasidP haben recht, die Bonität und Transparenz sind entscheidend. Ich würde noch hinzufügen, dass man sich auch die Marktbedingungen anschauen sollte.
In einem boomenden Immobilienmarkt ist das Risiko geringer, aber in einem schwächelnden Markt kann es schnell zu Problemen kommen. Nachrangfinanzierungen sind kein Selbstläufer, sondern erfordern eine sorgfältige Analyse und Risikobereitschaft.
Die Rendite kann attraktiv sein, aber man sollte immer mit dem Worst-Case-Szenario rechnen.
Der Moderator dieser Topic
Thomas Mücke
Jahrgang 1975
Diplom Verwaltungswirt FH - Polizei
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Referenzen
- 10 Jahre Kriminalpolizei im Dezernat Wirtschaftskriminalität
- über 15 Jahre Erfahrung in der Kredit-Beratung
- kennt persönlich die Geschäftsführer von Check24 Kredit, Smava, Finanzcheck, Bon Kredit, Maxda und Creditolo