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Deutsche Städte im Vergleich: Wo lebt es sich am besten?

Die Menschen ziehen wieder mehr in die Städte. Trotzdem gibt es große Unterschiede, was Lebensqualität, Kostenniveau und Arbeitsmarktsituation anbelangt. Wir zeigen, in welchen Städten es besonders lebenswert ist.

Ein Großteil der Deutschen lebt in Städten: 2018 lag der Anteil der Stadtbewohner bundesweit bei knapp über 77 Prozent, in Städten mit mehr als 20.000 Einwohnern waren es immer noch rund 58 Prozent.

Dass es die Menschen in die Städte zieht, hat sehr unterschiedliche Gründe.

Bessere Jobchancen, bessere Infrastruktur, bessere Versorgung, kürzere Wege, mehr Vielfalt – Städte können den Menschen, ob jung oder alt, vieles bieten und das Angebot macht größere wie kleinere Städte als Lebens- und Wohnorte attraktiv. Umgekehrt sind Angebot und Vorzüge von Stadt zu Stadt sehr verschieden.

Das bedeutet aber eben auch, dass sich für jede Lebenssituation sozusagen die passende Stadt findet: Junge, alleinstehende Menschen gehen eher dorthin, wo sie gute Jobaussichten haben und ihr Leben in vollen Zügen genießen können.

Familien schauen mehr nach bezahlbarem Wohnraum, einer guten Versorgung mit schulischen und pädagogischen Einrichtungen und einer sicheren, im besten Fall auch begrünten Umgebung.

Für ältere Menschen zählen hingegen soziale Kontakte, kulturelle Möglichkeiten und gesundheitliche Versorgung.

Stichwort Lebensqualität

Wo lebt es sich am besten – und wie wird das überhaupt bewertet? Um die Lebensqualität einer Stadt zu ermitteln, legen Studien unterschiedliche Kriterien an.

Für „Die große Deutschland-Studie“, die das ZDF 2018 erhoben hat, wurden diese Kriterien in drei große Themenbereiche eingeordnet:

  • Arbeit & Wohnen
  • Gesundheit & Sicherheit
  • Freizeit & Natur

Jeder Bereich verfügte dabei über eine unterschiedlich große Zahl von Indikatoren, die jeweils beurteilt und in die Gesamtbewertung einer Stadt eingeflossen sind.

In ähnlicher Weise gehen auch andere Studien vor, die Kriterien sind lediglich unterschiedlich breit gefächert. Der Prognos Zukunftsatlas etwa orientiert sich an folgenden Bereichen:

  • Demografie
  • Arbeitsmarkt
  • Wettbewerb & Innovation (was für Unternehmen wichtig ist)
  • Wohlstand & Soziale Lage

Unterschieden wird jeweils zwischen Indikatoren für Stärke (d.h. der Ist-Zustand) und für Dynamik (d.h. der Entwicklung).

Für das Mercer City-Ranking werden insgesamt zehn Faktoren angelegt, um die Lebensqualität von Städten im internationalen Vergleich messen zu können. Sie bilden die wichtigsten Aspekte, die für Stadtbewohner bei der Wahl ihres Wohnorts zählen, anschaulich ab.

Infographik über Lebensqualität und ihre Faktoren
Infographik über Lebensqualität und ihre Faktoren

Die lebenswertesten Städte Deutschlands

Die größte Anziehungskraft geht vermutlich von den Metropolen aus: Berlin, Hamburg, München – die Großstädte haben vermeintlich alles. Trotzdem können sie in Sachen Lebensqualität von mancher kleineren deutschen Stadt noch eine Menge lernen.

Unter die hier vorgestellten Städte mit der höchsten Lebensqualität hat es aus diesem Kreis daher auch nur eine einzige geschafft. Die übrigen Kandidaten dürften hingegen für manche Überraschung sorgen.

Hinweis: Die Reihenfolge ist weitgehend willkürlich festgelegt und darf nicht als Platzierungsliste verstanden werden.

München

Ganz gleich, welche Studie man konsultiert, die Isar-Metropole schafft es üblicherweise in die oberen Platzierungen.

Im internationalen Vergleich der erwähnten Mercer-Studie liegt München sogar auf Platz 3 der lebenswertesten Städte der Welt – gleichauf mit dem kanadischen Vancouver und dem neuseeländischen Auckland. Noch besser lebt es sich nur in Zürich (Platz 2) oder Wien (Platz 1).

Das liegt zu einem nicht unerheblichen Teil daran, dass in München einfach das Gesamtpaket stimmt.

Die meisten Sonnenstunden pro Jahr, ein hoher Anteil an Erholungsflächen im Stadtgebiet, eine hohe Kaufkraft und eine überdurchschnittlich hohe Lebenserwartung sind nur einige der Pluspunkte, mit denen die Landeshauptstadt aufwarten kann.

Was umgekehrt nicht bedeutet, dass nicht noch Verbesserungspotenziale bestehen: Die Attraktivität der Stadt hat sich in hohen Kauf- und Mietpreise für Wohnungen niedergeschlagen, die Einkommensdifferenz zwischen Männern und Frauen ist ebenfalls erstaunlich hoch.

Zusammen mit den insgesamt hohen Lebenshaltungskosten bleibt unter dem Strich das Fazit, dass Lebensqualität in München ihren Preis hat.

Oldenburg

Die erste Überraschung im Kreis der lebenswertesten Städte Deutschlands dürfte Oldenburg sein: Die knapp 170.000 Menschen zählende Universitätsstadt mitten in der niedersächsischen Weite hatte bis vor einigen Jahren kaum eine Studie auf dem Radar.

Genau hierin liegt aber eine der Qualitäten der Stadt: Oldenburg schafft den schwierigen Spagat zwischen Großstadt-Strukturen und einer gewissen Beschaulichkeit – ohne dabei provinziell zu wirken.

Um für die ansässigen Einwohner und potenzielle Zuzügler attraktiv zu sein, ist hier in den vergangenen Jahren aber auch viel investiert worden:

  • eine mustergültige Versorgung des Nachwuchses durch gezielten Ausbau von Betreuungsplätzen
  • eine verbesserte medizinische Versorgung durch eine gestiegene Anzahl ansässiger Ärzte
  • stark gesunkene Kriminalitätszahlen um 18 Prozent binnen der vergangenen fünf Jahre und damit der Ruf, eine der sichersten Städte ganz Deutschlands zu sein
  • ein vergleichsweise entspannter Wohnungsmarkt, der insbesondere bei der Wohnfläche pro Einwohner zulegen konnte

Hervorzuheben ist außerdem das unmittelbare Umfeld der Stadt: Die umliegenden kleineren Gemeinden und die Naturnähe erzeugen ein harmonisches Nebeneinander von Stadt und Land, das anderen Großstädten wegen ihrer Ausdehnung bereits abhandengekommen ist.

Lebensqualität in Heidelberg
Lebensqualität in Heidelberg

Heidelberg

Bei Studenten steht das Städtchen an der Neckar schon seit vielen Jahren ganz hoch im Kurs. Mittlerweile hat Heidelberg aber in Sachen Lebensqualität generell einen Rang erreicht, der in greifbarer Nähe von München liegt.

Wie in Bayerns Landeshauptstadt zählt auch in der 160.000-Einwohner-Stadt das ausgewogene Gesamtpaket:

  • die klassische, pittoreske Architektur, die von Bausünden der Nachkriegsepoche (ungleich zu vielen anderen Städten) weitgehend verschont blieb – Hauptgrund dafür, warum Heidelberg auch ein Touristenliebling ist
  • sehr gute demografische Zukunftsvoraussetzungen; nicht zuletzt deshalb, weil viele Studenten dank des aussichtsreichen Arbeitsmarktes in der Metropolregion Rhein-Neckar nach ihrem Studium bleiben statt wegzuziehen
  • ein reichhaltiges Freizeitangebot mit viel Natur und Sehenswürdigkeiten

Dazu lebt es sich in Heidelberg sehr sicher. Ungeachtet der Veränderungen im Laufe der Zeit hat Goethes Urteil zu dieser Stadt daher immer noch seine Gültigkeit: „Die Stadt in ihrer Lage und mit ihrer ganzen Umgebung hat, man darf sagen etwas Ideales.“

Potsdam

UNESCO-Welterbe-Stadt. Stadt der Schlösser und Gärten. Heimat der Babelsberger Filmstudios. Das wunderschöne Potsdam hat offenkundig einiges zu bieten, umso erstaunlicher muss es daher wirken, dass die Stadt an der Havel erst seit gut zwei Jahrzehnten als Lebens- und Wohnort wiederentdeckt wird.

Fast 180.000 Einwohner haben sich von den Vorzügen Potsdams inzwischen wieder einfangen lassen.

Einer davon: Die sagenhaft günstige Lage. In Berlin arbeiten, ohne dort wohnen zu müssen ist für viele Arbeitgeber schon Grund genug, sich weiter raus zu orientieren – und die „Sonnenseiten“ von Potsdam zu genießen:

  • die enorm naturbelassene Lage inmitten der Havelseen mit hohem Grün-Anteil
  • das vor allem auf kultureller Ebene bestechende Freizeitangebot
  • ein verhältnismäßig hohes Sicherheitsniveau


Dazu kommt noch die kleine, aber nicht unerhebliche Tatsache, dass Potsdam es in puncto Sonnenstunden pro Jahr in die Top Ten der Bundesrepublik schafft.

Allerdings hat die attraktive Umgebung und Nähe zu Berlin einen ganz entscheidenden Nachteil, denn auch hier haben die Preise auf dem Immobilienmarkt mit der steigenden Beliebtheit der Stadt stark angezogen.

Lebensqualität in Lübeck
Lebensqualität in Lübeck

Lübeck

Viel Zeit ist vergangen, seit Lübeck an der Trave die Hauptstadt der Hanse war. Die prächtige Altstadt mit ihren Backsteinbauten und das Holstentor zeugen nach wie vor von der stolzen Vergangenheit. In der Gegenwart hat es die norddeutsche Stadt allerdings nicht so leicht.

In einigen Belangen hinkt Lübeck den umliegenden Großstädten wie Kiel, Hamburg oder Rostock hinterher, insbesondere Arbeitsmarkt, Wirtschaft und Teile des Bildungssektors sind Sorgenkinder.

Auf der anderen Seite bietet die Heimat des berühmten Marzipans einen attraktiven Wohnungsmarkt, viel Wasser und Natur – und stetige Verbesserungen:

  • in den vergangenen Jahren konnten mehr Kita-Plätze eingerichtet werden als in irgendeiner anderen deutschen Großstadt
  • die medizinische Versorgung ist dank einer deutlich größeren Anzahl an Krankenhausbetten erheblich verbessert worden
  • die Zahl der Menschen, die in der privaten Verschuldung leben, konnte spürbar gesenkt werden

Darüber hinaus verfügt die Hansestadt über sehr gute Aussichten in puncto innovative Industrie und Kreativbranche – und überhaupt ist Lübeck immer noch ein Tourismusmagnet. Nicht zuletzt dank dieser positiven Entwicklungen gehört Lübeck zu den interessantesten und lebenswertesten deutschen Städten.

Düsseldorf

Bekannt ist die Rheinmetropole nicht nur für die Dauerrivalität mit Köln oder für die Rolle als Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen, sondern auch für exklusive Einkaufserlebnisse.

Tatsächlich kann Düsseldorf aber in vielerlei Hinsicht überzeugen – in der Mercer-Studie sogar so sehr, dass die Stadt auf Platz 6 gelandet ist.

Dafür gibt es unterschiedliche Gründe:

  • mit einer breiten und innovativen Aufstellung der ansässigen Industrie ist über die Jahre ein Arbeitsmarkt mit bester Zukunftsperspektive entstanden – und ein Anreiz für junge wie etablierte Unternehmen, sich hier niederzulassen
  • der Ausbau „grüner“ Mobilität wird weiter forciert, um dem Wachstum der Stadt gerecht zu werden: mehr öffentliche Transportmittel und innerstädtische Radwege stehen oben auf der Agenda
  • das Freizeitangebot in Düsseldorf ist überaus vielfältig, von der längsten Theke der Welt über die Rheinpromenade bis zur Museenlandschaft ist für Erholung und Zerstreuung bestens gesorgt

Abgerundet wird der gute Gesamteindruck der Stadt durch eine dichte medizinische Versorgung, eine deutliche Steigerung der Kitaplätze und ein hohes Maß an Sicherheit. Einziger Wermutstropfen: Das Ganze hat seinen Preis, was sich am Wohnungsmarkt ablesen lässt.

Lebensqualität in Leipzig
Lebensqualität in Leipzig

Leipzig

Kaum eine deutsche Stadt wächst so schnell wie Leipzig. Seit dem Jahr 2000 sind fast 100.000 neue Einwohner hinzugekommen, das Wachstum hält weiterhin an. Warum es so viele Menschen in die Universitätsstadt zieht, dass Leipzig als eine der interessantesten Schwarmstädte der Republik gilt?

Weil sie hier eine nahezu perfekte Mischung aus Tradition und Innovation, aus Kultur und Natur vorfinden: Das Potenzial ist gewaltig, obwohl die Aussichten noch vor Jahren weitaus weniger optimistisch waren.

Doch die Rückschläge – vor allem den Verlust weiter Teile der Industrie – haben die Leipziger als Chance genutzt:

Hier findet daher die Wissensgesellschaft ihr Zuhause, Digitalisierung, Innovation und Kreativität haben hier eine schnellwachsende Wirtschaftsregion geschaffen, die sowohl renommierten Großunternehmen als auch jungen Startups Raum zur Entwicklung bietet.

Dieser attraktive Arbeitsmarkt – nicht zuletzt für Studenten, die nach ihrem Abschluss hochkarätige Arbeitgeber vorfinden – ist eingebettet in eine bezaubernd schöne Stadt, die mit ihrer Architektur, mit historischer wie zeitgenössischer, genauso zu überzeugen weiß wie mit ihren Erholungsflächen und kulturellen Angeboten.

Schnelles Wachstum und weitreichende Beliebtheit sorgen allerdings auch in Leipzig für stetig steigende Mietpreise. Die liegen vorläufig aber immer noch deutlich unter dem Niveau der teuersten deutschen Städte – und sichern Leipzig so einen Platz unter den attraktivsten und lebenswertesten deutschen Städten.

Ulm

In Universitätsstädten lebt es sich offenbar sehr gut. Ulm stellt in dieser Hinsicht keine Ausnahme dar. Die rund 126.000 Einwohner finden hier ebenfalls einen hervorragenden Mix aus qualitativ und quantitativ interessantem Arbeitsmarkt, gutem Wohnumfeld und reichhaltigem Kultur- und Freizeitangebot.

Um auch in Zukunft nicht an Anziehungskraft zu verlieren, strengt sich die Stadt zusätzlich an:

  • Ulm hat in jüngster Zeit viel in den Ausbau von Kita-Plätzen investiert und eine erhebliche Steigerung der Versorgung geschafft
  • bei Touristen kommt die Stadt an der Donau ebenfalls sehr gut an, was sich an den zunehmenden Gästeübernachtungen ablesen lässt

Außerdem besteht in Ulm ein vergleichsweise ausgewogenes Verhältnis von Alt und Jung – wobei die verbesserte Lebenserwartung hier langfristig für ein verändertes Bild sorgen könnte.

Auf der anderen Seite gibt es auch für jüngere Menschen ausreichend gute Gründe, sich in Ulm niederzulassen.

Bild 1: Adobe Stock © gartphotography

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